Regeln für den Umgang mit Trockeneis
Sinnvoller Umgang mit Feuer will erlernt sein. Das gleiche gilt auch für Trockeneis. Dies wird verständlich, wenn man sich die spezifischen Eigenschaften von Trockeneis bewußt macht: Trockeneis ist Kohlendioxid (CO2) in fester Form. Es ist minus 78,64 Grad Celsius (194,51 K) kalt. Bei Umgebungs-Temperaturen, die über diesem Kältegrad liegen, geht es rückstandsfrei direkt in gasförmigen Zustand über: es sublimiert. Dabei dehnt sich CO2-Gas stark aus: So ergibt 1 kg Trockeneis etwa 540 l CO2-Gas.
CO2-Gas ist unbrennbar, geruchlos und geschmacksneutral. Es ist ungiftig, lebensmittelrechtlich zugelassen und deklarationsfrei. Aber es behindert in höheren Konzentrationen durch Sauerstoff-Verdrängung die Atmung. Da CO2 1,5 mal schwerer als Luft ist, sinkt es stets nach unten. Aus diesen Eigenschaften ergeben sich einige Grundregeln, deren sorgfältige
Beachtung den Umgang mit Trockeneis problemlos macht:
1. REGEL
Trockeneis ist kein Speise-Eis. Man darf es nicht lutschen oder Getränken direkt zur Kühlung zugeben.
2. REGEL
Trockeneis sollte wegen seiner tiefkalten Temperatur und der Gefahr von Erfrierungen nicht mit bloßen Händen angefaßt werden. Schützen Sie sich deshalb durch geeignete Handschuhe oder benutzen Sie eine Trockeneis-Zange.
3. REGEL
Trockeneis verdrängt in Form von CO2-Gas den Luftsauerstoff. Dies bekommt z.B. verpackten Schlachtfleisch gut, ist aber Lebewesen nicht zuträglich. CO2-Gas daher nicht in größeren Mengen einatmen. Geschlossene Räume, in denen Trockeneis lagert (z.B. Laderäume von Fahrzeugen) erst nach entsprechender Lüftung betreten.
4. REGEL
Trockeneis (auch in Isolierbehältern) nicht in unbelüfteten Räumen oder Kellern lagern. Da CO2 schwerer ist als Luft, sind CO2-Konzentrationen in Bodennähe am höchsten.
5. REGEL
Trockeneis wegen der großen Ausdehnung des sublimierenden CO2-Gases, nicht in luftdicht verschlossenen Behältern aufbewahren. Der sich bei Erwärmung aufbauende hohe Druck könnte den Behälter sprengen.
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